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Swissmedic Nr.: 39259038
Index: 07.16.10

Pharmacode: 759067
GTIN/EAN: 7680392590384
Markteintritt: 25.05.1977

Kategorie: A Einmalige Abgabe auf eine ärztliche Verschreibung hin.


Estracyt® (140 mg)

Estramustin (L01XX11)

40 Stk

(0/5 , 4)

Um Estracyt® (140 mg) kaufen zu können, benötigen Sie zunächst ein Rezept. Bei Deindoktor.ch können Sie im Rahmen einer Online-Sprechstunde per Webcam, mit dem Artz Ihrer Wahl, ein elektronische Rezept erhalten.

Das mit DeinDoktor.ch erhaltene Rezept kann in einer der 1400 Schweizer Apotheken verwendet werden. Wir organisieren mit einer unserer Partner-Apotheken eine Sendung Ihres Estracyt® (140 mg)'s gegen Unterschrift (24h) oder dem Medikamenten-Taxi nach einer Online Sprechstunde, falls gewünscht.


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Estracyt enthält den Wirkstoff Estramustinphosphat. Diese Substanz wirkt einerseits als Zellgift auf bestimmte entartete Gewebe und besitzt andererseits hormonelle Eigenschaften.

Estracyt dient der Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms, einer bösartigen Geschwulst der männlichen Vorsteherdrüse. Es wirkt direkt abtötend auf die entarteten Drüsenzellen und hemmt deren Vermehrung. Indirekt entzieht Estracyt der Geschwulst ihren natürlichen Wachstumsreiz, indem es das männliche Geschlechtshormon Testosteron vollständig unterdrückt. Estracyt erhalten Sie auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin.

Das Präparat darf nur unter ärztlicher Überwachung eingenommen werden.

Estracyt darf nicht angewendet werden bei:

  • bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Estramustinphosphat, dem Hormon Estradiol, N-Lost (die Teile des Wirkstoffs) oder einem der in Estracyt enthaltenen Hilfsstoffe (siehe Rubrik «Was ist in Estracyt enthalten»);
  • schweren Herzerkrankungen;
  • akuten Venenentzündungen und bei Gefahr einer Blutgerinnsel-Bildung;
  • schweren Lebererkrankungen.

Estracyt ist ein hochwirksames Arzneimittel und wird Ihnen nur durch einen Arzt bzw. eine Ärztin mit Erfahrung in der Krebsbehandlung verschrieben. Es darf nur unter regelmässiger Überwachung des Arztes bzw. der Ärztin eingenommen und die Dosierung ohne Einwilligung nicht abgeändert oder unterbrochen werden. Folgen Sie sorgfältig allen Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin.

Besondere Vorsicht ist in folgenden Fällen geboten:

  • Gefässe/Herz/Kreislauf: Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie bereits früher eine Venenentzündung oder einen Gefässverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombose oder Thromboembolie) hatten, besonders wenn diese Erkrankung in Zusammenhang mit einer Östrogentherapie stand, sowie wenn Sie bereits einmal unter einer Erkrankung der Hirn- oder Herzgefässe (einschliesslich Herzinfarkt) gelitten haben.
    Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Bluthochdruck, Neigung zu Ödemen, Kreislaufstörungen oder Funktionsstörungen des Herzens haben, da es unter Behandlung mit Estracyt zu einer Verschlechterung kommen kann. Es muss auf eine ausreichende Harnausscheidung geachtet und der Blutdruck regelmässig kontrolliert werden.
  • Flüssigkeitshaushalt: Durch Estracyt kann der Flüssigkeitshaushalt gestört sein. Informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie unter Krampfanfällen (Epilepsie), Migräne oder Nierenfunktionsstörungen leiden, da in diesen Fällen eine regelmässige Überwachung notwendig sein kann.
  • Blutzucker: Estracyt kann die Glukosetoleranz reduzieren. Falls Sie an Diabetes leiden, sollten die Blutzuckerwerte regelmässig überwacht werden.
  • Knochen/Kalzium: Estracyt kann den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel beeinflussen. Informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie unter einer Knochenerkrankung leiden, insbesondere wenn gleichzeitig die Nierenfunktion eingeschränkt und/oder der Kalziumgehalt im Blut erhöht ist (Hyperkalzämie).
    Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom und Knochenmetastasen haben ein erhöhtes Risiko für zu hohe oder tiefe Kalziumwerte, der Kalziumspiegel muss in diesen Fällen regelmässig überwacht werden.
  • Leber/Nieren: Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Ihre Leber- oder Nierenfunktion eingeschränkt ist, da in diesen Fällen Ihre Blutwerte regelmässig überwacht werden müssen.
  • Haut/Schleimhaut: Falls bei Ihnen nach der Einnahme von Estracyt (oder anderen Medikamenten wie ACE-Hemmer) Reaktionen wie Schwellungen im Gesicht, der Arme und Beine, Augen, Lippen oder Zunge (Anzeichen eines Angioödems) auftreten, müssen Sie die Anwendung von Estracyt sofort stoppen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Während der Behandlung mit Estracyt kann es zu einer Vergrösserung der Brustdrüsen kommen. Zur Vorbeugung wird eine einmalige Brustbestrahlung empfohlen.

Männer, welche sexuell aktiv sind und Estracyt einnehmen, müssen eine sichere Methode zur Empfängnisverhütung (Kondom) anwenden.

Impfungen während oder nach der Behandlung mit Estracyt sollten nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erfolgen. Während der Behandlung sollte auf eine Impfung mit so genannten «Lebendimpfstoffen» verzichtet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie ein blutdrucksenkendes Arzneimittel vom ACE-Hemmer-Typ einnehmen, da in diesem Fall eine gefährliche Wechselwirkung mit Estracyt nicht ausgeschlossen werden kann (siehe auch unter «Welche Nebenwirkungen kann Estracyt haben?»). Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ausserdem mit, falls Sie Arzneimittel gegen Depressionen (sogenannte trizyklische Antidepressiva) einnehmen.

Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, Verwirrtheit, Depression oder Kopfschmerzen kann Estracyt die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Es ist deshalb Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben,
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Wenn nicht anders verordnet, sind während der ersten 3-4 Wochen 3× täglich 2 Kapseln unzerkaut mit Wasser einzunehmen. Nach diesem Zeitraum entscheidet Ihr Arzt bzw. Ärztin, ob Sie auch weiterhin mit Estracyt behandelt werden. In diesem Falle sind für die Dauertherapie 2× täglich 2 Kapseln einzunehmen. Diese Dosis kann im Bedarfsfall von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erhöht werden.

Die Kapseln sind 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach den Mahlzeiten mit kalziumarmem Leitungs- oder Mineralwasser einzunehmen. Bitte nehmen sie die Kapseln nicht zusammen mit Milch, Milchprodukten, Produkten, die Kalzium, Magnesium oder Aluminium enthalten, oder einer Mahlzeit ein, da dies die Wirksamkeit des Arzneimittels stark beeinträchtigt.

Vor der Einnahme soll man sich vergewissern, dass die Kapseln unbeschädigt sind. Sie dürfen nicht gelutscht, zerbissen oder gekaut und auch nicht geöffnet werden.

Estracyt darf nur von männlichen Patienten mit einem Prostatakarzinom eingenommen werden. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Besonders zu Beginn der Behandlung können Übelkeit, Erbrechen und selten Durchfall auftreten. Diese Begleiterscheinungen verschwinden normalerweise im Behandlungsverlauf.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Estracyt auftreten:

Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Patienten): Verminderung der roten und weissen Blutkörperchen, Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe (Ödeme), Beeinträchtigung der Herzfunktion, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Leberfunktionsstörungen, Vergrösserung der Brustdrüse.

Häufig (bei mehr als 1 von 100 Patienten): Verminderung der Blutplättchen, Teilnahmslosigkeit, Kopfschmerzen, Herzinfarkt, Embolie (Verstopfung von Blutgefässen durch Blutgerinnsel), Bildung von Blutgerinnsel in den Venen (Thrombose), vorübergehendes Jucken und Brennen im Intimbereich.

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10000 Patienten): Verschlechterung von Durchblutungsstörungen des Herzes.

Weitere Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen, Quincke Ödem (plötzlich auftretende, starke Schwellung v.a. im Kopf und Halsbereich), allergische Reaktion mit Hautausschlag und Juckreiz, Verwirrung, Depression, Durchblutungsstörung des Herzmuskels, Bluthochdruck, Muskelschwäche, Erektionsstörungen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

1 Kapsel zu 140 mg enthält 140 mg Estramustinphosphat als Estramustinphosphat Dinatrium. Die Kapseln sind weiss mit schwarzem Aufdruck «ESTRACYT» und «KPh 750».

Die Kapseln enthalten zudem folgende Hilfsstoffe: Talk, Natriumdodecylsulfat, kolloidales Silikondioxid, Magnesiumstearat. Die Kapselhüllen bestehen aus Gelatine und Titandioxid (E171).

39259 (Swissmedic).

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Die Kapseln sind in Packungen zu 40 und 100 Stück erhältlich.

Pfizer AG, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

PIL V002

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