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Swissmedic Nr.: 47358027
Index: 09.03.00

Pharmacode: 1286978
GTIN/EAN: 7680473580273
Markteintritt: 02.02.2016

Kategorie: B Mehrmalige Abgabe auf eine ärztliche Verschreibung hin.


Gynoflor® (60.03 mg)

Estriol (G03CC06)

12 Stk

(0/5 , 6)

Um Gynoflor® (60.03 mg) kaufen zu können, benötigen Sie zunächst ein Rezept. Bei Deindoktor.ch können Sie im Rahmen einer Online-Sprechstunde per Webcam, mit dem Artz Ihrer Wahl, ein elektronische Rezept erhalten.

Das mit DeinDoktor.ch erhaltene Rezept kann in einer der 1400 Schweizer Apotheken verwendet werden. Wir organisieren mit einer unserer Partner-Apotheken eine Sendung Ihres Gynoflor® (60.03 mg)'s gegen Unterschrift (24h) oder dem Medikamenten-Taxi nach einer Online Sprechstunde, falls gewünscht.


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Gynoflor ist ein Arzneimittel in Tablettenform, das Wirkstoffe enthält, die mit körpereigenen Substanzen identisch sind. Gynoflor wird in die Scheide (Vagina) eingeführt, und es wird zur Behandlung von vaginalem Ausfluss, bei bestimmten Vaginalinfektionen und zur Wiederherstellung des gesunden Vaginalmilieus verwendet.

Gynoflor eignet sich auch zur Anwendung bei lokalen Beschwerden nach den Wechseljahren (trockene Scheide, Jucken, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr), und zwar als Zusatzbehandlung einer so genannten Hormonersatztherapie.

Die gesunde Vagina befindet sich in einem biologischen Gleichgewicht, das gegenüber mechanischen und chemischen Reizen stabil ist, d.h. die Vagina verfügt über einen natürlichen Schutzmechanismus. Für diese Schutzfunktion ist die physiologische Vaginalflora verantwortlich, die hauptsächlich aus Laktobazillen-Bakterien (z.B. Lactobacillus acidophilus) besteht. Die Laktobazillen-Bakterien bilden Milchsäure und andere infektionshemmende Stoffe. So entsteht ein saures Milieu in der Scheide, das auf fremde Keime wachstumshemmend wirkt.

Eine Störung oder Zerstörung der physiologischen Vaginalflora geschieht vor allem durch Behandlung mit bestimmten Medikamenten (z.B. Antibiotika), bei Hormonmangel (z.B. während und nach den Wechseljahren), durch falsche hygienische Massnahmen, durch lokale Infektionen oder bei schweren Allgemeinerkrankungen. Gynoflor enthält diese Laktobazillen-Bakterien und hilft daher, das biologische Gleichgewicht in der Scheide wiederherzustellen.

Der natürliche Schutzmechanismus der Scheide kann aber auch bei Hormonschwankungen oder bei Hormonmangel (vor allem im Alter) ausfallen.

Als zweiten Wirkstoff enthält Gynoflor Estriol. Estriol ist ein natürliches weibliches Sexualhormon. Es sorgt dafür, dass die Vaginalschleimhaut dick genug, gut durchblutet, elastisch und ein wenig feucht ist. Dies ist wichtig, damit die Laktobazillen-Bakterien in der Vagina überhaupt lebensfähig sind.

Die Laktose als Füllstoff der Tabletten kann durch die Laktobazillen-Bakterien rasch zu Milchsäure vergärt werden. Eine Vermehrung bzw. Wiederansiedlung der Laktobazillen-Bakterien wird damit schon mit der ersten Anwendung eingeleitet.

Gynoflor darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Gynoflor darf wegen seines Gehaltes an Estriol, einem Östrogen, bei bösartigen Geschwülsten (Tumoren) der Gebärmutter, der Scheide und der Brust sowie bei Endometriose (Gewebe der Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter) nicht verwendet werden.

Des weiteren darf Gynoflor nicht verwendet werden bei stark entzündlichen, eitrigen Scheidenentzündungen, bei blutigem Ausfluss unbekannter Ursache, bei Überempfindlichkeit gegen einen der in Gynoflor enthaltenen Substanzen sowie bei Mädchen vor der ersten Monatsblutung. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin weiss, was in solchen Situationen zu tun ist.

Gynoflor enthält vergleichsweise geringe Mengen des Wirkstoffes Estriol. Trotzdem wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei länger dauernder Anwendung von Gynoflor und gleichzeitigem Vorliegen gewisser Erkrankungen oder Zustände besondere Kontrollen durchführen.

Dazu zählen:

  • Erkrankungen durch Blutgerinnsel in den Blutgefässen (Thrombose, Embolie), auch in der Vorgeschichte,
  • schwere Herzerkrankungen,
  • schwere Nierenerkrankungen,
  • Bluthochdruck,
  • Epilepsie oder Migräne, auch in der Vorgeschichte,
  • schwere Lebererkrankungen,
  • Ausscheidung von rotem oder dunklem Urin (Porphyrie),
  • Störungen des Fettstoffwechsels,
  • Zuckerkrankheit (Diabetes),
  • Zystenbildung in der Brust (fibrozystische Mastopathie),
  • schwerer Juckreiz, Bläschenausschlag oder Verschlechterung des Hörvermögens bei bestehender Mittelohrschwerhörigkeit (Otosklerose) während einer früheren Schwangerschaft.

Eine gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln gegen Infektionen kann zu einer Verminderung der Wirksamkeit von Gynoflor führen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder an der Scheide anwenden.

Falls es zu einer Blutung kommt, soll die Therapie unterbrochen und die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Wenn Sie schwanger sind, es werden wollen oder wenn Sie Ihr Kind stillen, sollten Sie vorsichtshalber auf Arzneimittel möglichst verzichten. In Gynoflor ist nur eine sehr geringe Menge des Wirkstoffes Estriol enthalten und davon wird nur ein kleiner Anteil in den Körper aufgenommen. Deshalb sind unerwünschte Wirkungen auf das ungeborene Kind wenig wahrscheinlich. Trotzdem kann nur der Arzt entscheiden, ob Sie Gynoflor im Zusammenhang mit einer Scheideninfektion während der Schwangerschaft anwenden können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie während einer Behandlung mit Gynoflor schwanger werden sollten.

Wenn Sie stillen, kann nur der Arzt oder die Ärztin entscheiden, ob Sie Gynoflor trotzdem weiter anwenden können.

Erwachsene und Jugendliche nach der ersten Monatsblutung

Anwendung

Die Tabletten abends vor dem Schlafen tief in die Scheide einführen. Die Behandlung soll für die Dauer einer allfällig eintretenden Menstruation unterbrochen und danach wieder aufgenommen werden.

Dosierung

  • Bei Ausfluss, Infektionen und zur Wiederherstellung des gesunden Vaginalmilieus: 1?2 Vaginaltabletten täglich während 6?12 Tagen gemäss Angabe Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.
  • Bei lokalen Beschwerden während und nach den Wechseljahren (trockene Scheide, Jucken, Brennen, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr), als Ergänzung einer Hormonersatzbehandlung: Abends vor dem Schlafen 1 Vaginaltablette während 12 Tagen tief in die Scheide einführen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Gynoflor auftreten:

Ein vorübergehendes, leichtes Brennen sowie Juckreiz, meistens beim ersten Einführen, ist möglich.

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) mit Rötung und Juckreiz auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Gynoflor enthält Stoffe, die sich nicht vollständig auflösen, so dass gelegentlich Tablettenrückstände im Slip gefunden werden. Dies ist für die Wirksamkeit des Präparates nicht von Bedeutung. Das Tragen einer Slipeinlage während einer Behandlung mit Gynoflor wird empfohlen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Gynoflor muss im Kühlschrank (2?8 °C) gelagert werden!

Während der üblichen zweiwöchigen Behandlung kann auf eine Kühllagerung einer angebrochenen Packung verzichtet werden.

Gynoflor darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

1 Vaginaltablette enthält mind. 10 Mio. lebende Lactobacillus acidophilus in lyophilisierter Form, 0,03 mg Estriol, sowie Laktose und andere Hilfsstoffe.

47358 (Swissmedic).

Gynoflor erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen à 6 oder 12 Vaginaltabletten.

Medinova AG, 8050 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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